Martin Schulz mit 100 Prozent gewählt: „Glückwunsch, Walter“!

Eine Wahl zwischen Pest und Cholera!

Der letzte Hoffnungsträger der SPD wurde mit 100 Prozent der Stimmen (!) zum neuen SPD-Vorsitzenden gekürt. Noch nicht einmal die SED hatte solche „Traumergebnisse“ zu ihren besten Zeiten eingefahren. Die Staats- und Konzernmedien ergingen sich in devoten Lobhudeleien. Sie werden alles tun, um Schulz zum Kanzler hochzuschreiben. Vielleicht schreiben sie ihn auch runter, wenn ihnen die Hohlheit des Kandidaten bewusst wird. Die einzige, die das „Traumergebnis“ treffend kommentiert hat, war Sarah Wagenknecht: „Glückwunsch, Walter“! Anstatt sich der hohlen Rhetorik und seiner Vergangenheit anzunehmen, lässt die Journaille sich von ihm immer noch blenden. Wie lange noch?

Schulz hat eine große Klappe, aber nichts dahinter, so würde der Volksmund diesen so genannten Mann des Volkes beschreiben. Er ist eine Mischung aus Marktschreier und Besserwisser-Bürokrate mit Ärmelschonern. Die einzige Leistung von Schulz liegt darin, 23 Jahre im Europäischen Parlament gesessen und sich die Taschen vollgemacht zu haben. In dieser Zeit wurde er zum Multimillionär. Er gehört zu den Sozis, die den „Verdammten dieser Erde“ – oder treffender ausgedrückt, einfachen Genossen – Wasser predigen, aber selbst Wein trinken, pardon, Schulz ist ein trockener ehemaliger Alkoholiker. Bei ihm gibt es höchstens alkoholfreien Champagner, oder man prostet sich mit erhobener Hand zu. 

Was für ein politischer Opportunist Schulz ist, zeigt sich in seiner Bewertung der Agenda 2010, die sein Genosse Gerhard Schröder zusammen mit den Fischer-Grünen gegen die Interessen der arbeitenden Bevölkerung durchgepeitscht haben. Heute tönt Schulz, er werde wesentliche Teile dieser arbeitnehmerfeindlichen Agenda rückgängig machen. Zuvor hatte es bei diesem Wendehals noch ganz anders geklungen: „Dass es Deutschland heute besser geht, als vielen anderen europäischen Staaten, hängt vor allem mit der Agenda 2010 zusammen“, so Schulz 2014. Schulz hat 17 Jahre die Verarmungspolitik der SPD in der Großen Koalition und davor unter Rot/Grün mitgetragen. Seine Glaubwürdigkeit in sozialen Frage ist gleich Null.

Dass es den Genossen bei der inhaltsleeren Phraseologie von Schulz die Tränen in die Augen getrieben hat, war eigentlich zum Gruseln. „Der Nächste bitte“, jetzt ist eben einmal Schulz an der Reihe! Schulz hat alle SPD-Gemeinplätze bedient, nach denen sich die Partei seit Willy Brandt gesehnt hat. Dass Schulz ein ähnlicher Blender wie einst Karl-Theodor zu Guttenberg sein könnte, scheint niemandem aufgefallen zu sein. Pardon, der Unterschied liegt darin, dass es Schulz niemals zu erschwindelten akademischen Ehren gebracht hat. Schulz gibt bewusst den Anti-Intellektuellen. Mit einer solchen Vita kann man nur im deutschen Parteienstaat Karriere machen, da dort nicht Können, sondern nur die richtige Gesinnung und ein nicht vorhandenes Rückgrat zählen.  Aber keiner seiner Phrasen, die er im Stakkato-Ton ausstößt, prägt sich ein. Es sind die Phrasen aus längst untergegangenen Zeiten. Mit Schulz fühlt man sich wie im „La-La-Land“. Dass selbst die Jusos vor ihm fast auf die Knie gefallen wären, so politisch degeneriert sind diese jungen Salonrevolutionäre der SPD heute, ist bemerkenswert.

Schulz inszeniert sich gern als „volksnah“, dabei gehört er seit 23 Jahren zur Bürgerfernen und den Bürger verachtenden EU-Nomenklatura. Schulz gehört also zum finanziell gemästeten EU-Establishment. 4 000 von ihnen verdienen mehr als die Bundeskanzlerin (290 000 Euro) im Jahr. Nachdem er in der EU zum Multimillionär aufgestiegen ist, kommt Schulz zurück in die Bundespolitik, obwohl er 1994 als Sozialfall ins EU-Parlament entsorge worden ist. Schulz verdiente nicht nur mehr als alle Bundeskanzler seit Willy Brandt, sondern er erhielt als EU-Parlamentspräsident auch noch täglich 304 Euro Sitzungspauschale 365 Tage im Jahr (nochmals 110 000 Euro steuerfrei). Egal, ob im Dienst, im Urlaub, unterm Weihnachtsbaum oder bei einer Silvesterparty! So lebte der „Arbeiterführer“ bis er sich als „Kanzlerkandidat“ und „SPD-Vorsitzender“ den dahinsiechenden Genossen aufdrängte und diese ihn wie einen Messias krönten. Die Journaille sollte einmal intensiver in der EU-Vergangenheit von Schulz graben, ihm die Charaktermaske von Gesicht ziehen, dann würden sie aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Schulz gehört zu den größten Abkassiern des EU-Establishments.

Neben seiner Phraseologie dürfte noch ein „Positivum“ für Martin Schulz sprechen, und zwar die absolute Überdrüssigkeit der Deutschen mit Angela Merkel. Wie weiland bei Helmut Kohl 1998 kann man ihre Visage nicht mehr sehen. Gleichwohl scheint die CDU gebannt wie das Kaninchen auf die „Schlange“ Schulz zu starren, anstatt zum Angriff auf diese Phrasendreschmaschine überzugehen. Oder hat die CDU mit der Politik von Schulz kein Problem, da Merkel schon seit Jahren SPD-Politik betreibt? Aber mit Schulz wird diese Politik noch katastrophaler. Er wird mit einer möglichen Rot-Rot-Grünen-Regierung die BRD endgültig an die Wand fahren. Die Politik einer solchen Regierung wird noch stärker gegen die Interessen der arbeitenden Bevölkerung gerichtet sein, weil sie mit noch größerem ideologischen Eifer die Migration fördern, Eurobonds einführen, den EU-Superstaat, massivere Steuererhöhungen, die Erdogan-Unterwerfung und die Schuldenübernahme der anderen EU-Staaten vorantreiben wird. Schulz ist quasi eine potenzierte Merkel. Er würde ihre Politik nur noch verschlimmbessern.

Bei der bevorstehenden Bundestagswahl haben die Bürger nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Martin Schulz – die Phrasendreschmaschine!

3 Gedanken zu „Martin Schulz mit 100 Prozent gewählt: „Glückwunsch, Walter“!

    1. Manfred Peter Mathias

      Sehr verehrter Herr Dr. Watzal,

      gibt es die Sitzungspauschale eigentlich auch, wenn keine Sitzungen sind? Iss doch irgendwie nicht logisch? Oder ! Nach meiner unmaßgeblichen Kenntnis tagt das EU-Parlament jährlich zwölf mal für jeweils vier Tage in Straßburg! Petri Heil!

      Sehr geehrter Herr Mathias,

      So funktioniert die EU-Logik aber nicht. Schulz hat täglich die Pauschale bekommen, egal wo er sich rumgetrieben hat: Im Urlaub, an Weihnachten, auf der Sivesterparty etc. Ich empfehle dieses Geschäftsmodell allen Genossen. Glück auf, der Schulz kommt!

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  1. no life

    Auf der Internet Seite, Der Semit, habe ich noch folgendes gefunden, der Beitrag lautet: Rettet die Demokratie

    Alles schön und gut, aber vergessen Sie nicht den ESM-Vertrag, denn
    unbemerkt vom allgemeinen Tagesgeschehen haben die Regierungen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union beschlossen, das Hab und Gut ihrer Bevölkerungen dem globalen Finanzmarkt, also den Banken, uneingeschränkt zur Verfügung zu stellen – selbstverständlich ohne mühselige demokratische Prozeduren bemühen zu müssen oder gar diejenigen, denen ihr Hab und Gut genommen wird, um ihr Einverständnis zu bitten. Der Ausnahmezustand wird die Regel.

    Hier ein lesenswerter Beitrag darüber:

    ESM-Vertrag: Souverän ist, wer über den
    Ausnahmezustand entscheidet

    http://grundrechtepartei.de/dokumente/europa/esm-vertrag/ESM-Vertrag:%20Souveraen%20ist,%20wer%20ueber%20den%20Ausnahmezustand%20entscheidet.pdf

    Hier noch eine Rede Frank-Walter Steinmeier beim
    SPD-Bundesparteitag vom 04.11.2011

    Es gilt das gesprochene Wort:

    Ihr seht: Die alte Erzählung von Europa ist eben nicht erledigt! Sie verpflichtet uns weiter und sie ist immer noch wahr und überzeugend. Aber wenn ich an meine eigene Tochter denke, an all diejenigen, die später geboren sind, dann weiß ich auch: Diese Geschichte reicht ihnen nicht! Deshalb müssen wir i hr ein neues Kapitel hinzufügen, eines, in dem es um die Rolle Europas in einer völl ig veränderten Welt geht. Diese Aufgabe ist nicht neu.

    Wir haben auch schon vor Jahren nach Antworten gesucht. Was uns eingefallen ist, war zu wolkig und zu nichtssag end für diese neue Erzählung Europas. Leider ist es seit wenigen Tagen nicht ein facher geworden, diese neue Erzählung Europas zu entwerfen. Ich weiß nicht, ob es allen von euch aufgefallen ist: Vor wenigen Tagen hat Barack Obama am abgelegenen E nde der Welt, in der australischen Hauptstadt Canberra, eine Rede gehalt en.

    Weniger eine Rede als viel mehr eine Wegweisung. Ich bin mir sicher, wir werde n diese Rede in einigen Jahren historisch nennen. Sie ist so etwas wie das Gegenst ück der Rede von Kennedy hier in Berlin, die Worte vom Schöneberger Rathaus – wir kennen sie alle – „Ich bin ein Berliner“. Das sind vier Worte, die oft genug verba llhornt worden sind. Aber das war die kürzeste, emotionalste Formel für die ganze Dimensi on einer stabilen transatlantischen Partnerschaft über Jahrzehnte. Ich bin sicher: Auch die Worte von Barack Obama, gesprochen vor wenigen Tagen im australischen Parla ment, werden in einigen Jahren noch in Erinnerung bleiben.

    Hört genau zu! Er sagt: „Die Vereinigten Staaten sind eine pazifische Macht, und wir sind hier um hier zu blei ben.“ Liebe Genossinnen und Genossen, auch das muss auf einem Parteitag möglich sein zu sagen: Das ist der Satz, der die veränderte Interessenlage Amerikas of fen ausspricht. Wir sollten diesen Satz nicht mit Bitterkeit und Enttäuschung begleiten. Aber Obama hat mit diesem Satz das transatlantische Verhältnis in der bisherigen F orm, sozusagen als Solitär in den auswärtigen Beziehungen der Vereinigten Staaten, für überholt erklärt.

    Wir müssen feststellen: Europa steht jetzt auch in der offizie llen Regierungssprache in den USA nicht mehr im Zentrum der Interessen. Warum sage ich das? Das ist keine Geschichtserzählu ng, sondern ich sage: Jetzt spätestens heißt es aufzuwachen! Wir haben als Euro päer über lange Zeit, zu lange, wie ich finde, in einer Scheinrealität gelebt, in nostalgischer Erinnerung an unsere frühere Wichtigkeit. Und wir haben übersehen oder unterschätzt, was sich anderswo tut, in Asien und Lateinamerika.

    Wir werden nicht unwichtig, aber wir werden weniger bedeutend sein. Das ist die Voraussetzung dafür, dass ich sage: We n wir dennoch Einfluss nehmen wollen, zum Beispiel bei den Regeln für Klima oder bei den Regeln für die Finanzmärkte oder für den Handel, glaubt ihr, die a nderen rufen in Zukunft immer noch alle 27 von uns einzeln in Europa an?

    Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Entweder haben wir dann eine gemeinsame Meinung in Europa oder wir haben keine und fallen hinten runter. Eines ist klar in dieser neuen Weltordnung: 27 Einz elmeinungen werden in wenigen Jahren im großen Weltrauschen einfach untergehen, n icht mehr wahrgenommen werden. Das können wir nicht wollen – unseretwegen nicht und weil wir Verantwortung über unseren Kontinent hinaus tragen.

    Ich sage immer: Der europäische Traum einer friedlichen und gerechten Gesellschaft ist eben nicht nur der Traum der Europäer, sondern viele andere Menschen überall auf der Welt träumen ihn mit. Sie wollen, dass wir ihn verwirklichen – hier in Eu ropa – als Vorbild für viele andere. Das ist unsere Aufgabe. Auch deshalb dürfen wir jetzt den Kopf nicht einziehen, und darum müssen wir weiterkämpfen, gerade auch, wenn es schwierig wird, gerade wir.

    Quelle: http://www.spd-aachen-brand.de/wp-content/uploads/2011/12/Rede-Frank-Walter-Steinmeier-beim-SPD-Bundesparteitag-Sozialdemokratische-Partei-Deutschlands-SPD-Druckansicht.pdf Seite 4-5

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