Merkel am Ende

Spätestens nach den Europawahlen im Mai muss Schluss sein mit dem Merkel-Regime. Diese Kanzlerin war das Schlimmste, was Deutschland passieren konnte. Sie hat das Land an die Wand gefahren. „Ihre“ Partei, die CDU, ist zu einer Karikatur ihrer selbst verkommen. Die BRD wurde unter Merkel zur DDR 2.0. Sie scheint die Rache Erich Honeckers an der BRD zu sein, und sie hat ganze Arbeit geleistet. Wie sich die CDU von dieser politischen Stalinistin 14 Jahre lang an der Nase hat herumführen und täuschen lassen, ist für kritische Beobachter nicht nachvollziehbar.

Die hündischen Staats- und Konzernmedien in der BRD halten ihr, wie weiland bis zum Untergang, die Treue. Es gibt nur wenige in der Medienkaste, die es wagen, gegen den Stachel zu löcken und ihre verheerende Herrschaft als das zu bezeichnen, was sie ist: „14 Jahre für nichts.“

Das Buch des Redakteurs der „WirtschaftsWoche“, Ferdinand Krauß, wird selbstverständlich nicht in den staatlich kontrollierten Medien und den unter Selbstzensur ächzenden Konzernmedien besprochen. So bleibt es den freien sozialen Medien überlassen, dieses wichtige Buch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Alle Bücher, die dem politisch-korrekten Neusprech widersprechen, fallen in den sogenannten etablierten Medien dem Vergessen anheim.

Das Regime Merkel erscheint nach der Lektüre als ein moralisch verbrämtes Nullum. Es bedurfte schon einer gehörigen Portion stalinistischer Chuzpe, um der politisch-medialen Kaste dies als lobenswert zu verkaufen. Dass Einzige, was an Merkel bemerkenswert ist, ist die Tatsache, dass sie es weit gebracht hat. Vielleicht wegen ihres jetzigen Gatten Joachim Sauer? Ihre Gespräche seien für sie „fast lebenswichtig“ gewesen, und er war ein „ein wirklich guter Ratgeber“. Merkel hat ihm im Nachwort gedankt. Aber wo ist das Vorwort ihrer Dissertation? Es ist verschwunden.

In vier Kapiteln entfaltet Knauß die Quintessenz des Merkel-Regimes. Die geistige Leere, das Überbordwerfen von Werten und Positionen, den Opportunismus und die politische Rücksichtslosigkeit um des eigenen Machterhalt willens. Die beiden ersten Kapitel liefern Anschauungsmaterial ihres rücksichtslosen Umgangs mit der Macht und dem Schicksal ihrer politischen Gegner. Sie wechselt ihre politische Positionen und Überzeugungen so wie andere ihre Schlüpfer. Das dritte und vierte Kapitel gehen der Frage nach, warum Merkel immer noch an der Macht ist. Einerseits hat sie starke Verbündete wie die Antifa, die das Merkel-Regime mit Zähnen und Klauen verteidigen, andererseits wird sie von den Staats- und Konzernmedien als „Retterin des Westens“ hochstilisiert. Angesichts der desolaten Lage des Landes und seiner maroden Armee eine weiteres mediales Luftschloss für den deutschen Wohlfühlmodus.

So wurde nach dem Erdbeben (Tsunami) in Japan (Fukushima) von einer Befürworterin der Kernenergie über Nacht eine Gegnerin, die per ordre de Mufti alle Kernkraftwerke abschalten ließ. Kein anderes Land hat so irrational auf diesen Vorfall reagiert. Mit der kritiklosen Übernahme von ideologischen Positionen ihrer politischen Gegner, hat sie diesen Wind aus den Segeln genommen. Spätestens mit ihrer Grenzöffnungspolitik wurde ihr politischer Niedergang eingeläutet.

Ihr Dummspruch „Wir schaffen das“ und der Übernahme der rot/grünen Rhetorik von der Bereicherung durch Migration (Wir bekommen Gold geschenkt!!! Martin Schulz/SPD) bis zum Milliarden schwere Kuhhandel mit dem neoosmanischen Despoten Erdogan reicht die Palette ihrer Prinzipienlosigkeit. Das Merkel-Regime konnte nur funktionieren, weil es im Bundestag keine Opposition gegeben hat, bis die AfD ins Parlament einzog. Merkel hat die AfD erst hoffähig gemacht; die Partei ist ihr einziges (sic!) Baby.

Merkel, so eine zentrale These des Autors, habe das perfektioniert, was nach 1990 fast alle westlichen Regierungen praktiziert haben, und zwar eine „unpolitische Politik“. Sie interessiere sich nur für die Macht, aber nicht für die Politik. Ihr gehe die „leidenschaftliche Parteilichkeit“ ab, wie dies Chantal Mouffe als Essenz des Politischen bezeichnet habe. Der Autor zitiert eine Aussage eines CDU-Funktionärs: „Die Person Merkels ist völlig unwichtig. Ihre falsche Politik ist wichtig.“ Knauß verwendet dieses vielsagende Diktum leider nicht gegen die Person Merkel. Selbst ihr Ausspruch über ihre unverantwortliche Flüchtlingspolitik „Nun sind sie halt da“, bringt den Autor nicht von seinen Thesen ab.

Wie konnte Merkels „unpolitische Politik“ so lange erfolgreich sein, fragt sich der Autor und gibt die Antwort. Sie liege in der Wunschvorstellung vom Ende der Geschichte. Für diese Art Traumwelt sind besonders die Deutschen empfänglich. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts legt dafür ein beredtes Zeugnis ab. Dazu passt Merkels Phraseologie von der Weltoffenheit, Toleranz, Vielfalt und den schon immer hier Lebenden.

Knauß verbreitet in seinem Buch die Mär von Merkel als einer unpolitischen Politikern. Dies ist jedoch ein Trugschluss und trägt zur weiteren Verschleierung und Beweihräucherung Merkels bei. Ihre Agenda, mag es die sogenannte Euro-Rettungspolitik, die sogenannte Energiewende oder ihre Offene-Grenzen-Politik sein, hat dem Land schweren Schaden zugefügt. Beim sogenannten Eurorettungsprogramm handele es sich um ein Krisenverschleppungsprogramm. Deutschland befindet sich bereits in einer Haftungs- und Transferunion, wie von Macron gefordert. Die Bevölkerung wird von der politischen Kaste darüber aber im Dunkeln gelassen und getäuscht.

Der Autor übernimmt das Image von einer Politikerin ohne Leidenschaft kritiklos. Es ist bekannt, dass selbst ein tölpelhaftes Image oder die Phraseologie Merkels bewusst als PR eingesetzt werden. Politiker handeln selten unüberlegt, sondern immer mit Berechnung¸ auch diese Verhaltensweise hat Merkel aus machtpolitischen Gründen perfektioniert.

Folgt man Knauß, so wird Merkel bis 2021 weiterwurschteln bis ihr Klon, Annegret Kramp-Karrenbauer, das Ruder übernommen hat, um die von Merkel gewünscht schwärz/grüne Ökodiktatur einzuführen. Die Abrechnung mit der Merkel-Regime fiel in weiten Teilen zu zahm aus. Gleichwohl ein überaus lesenswertes Buch, das auch unausgesprochen viel über den Nationalcharakter der Deutschen aussagt.

Ferdinand Knauß: Merkel am Ende. Warum die Methode Merkel nicht mehr in unsere Zeit passt, FBV, 2. Auflage, München 2018, 240 Seiten.

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