Jakob Augsteins Hysterie und der moralische Zeigefinger

Immer wenn Jakob Augstein einen Artikel absondert, kann man 50 Prozent davon als ideologischen Ballast über Bord werfen. Bei seinem jüngsten Erguss können es durchaus einmal 90 Prozent sein. Augstein – ein verwöhnter Multimillionär, der sich jede schräge Meinung leisten kann – gestaltet sich die Welt, wie sie ihm gefällt. So verwandle US Präsident Donald Trump die „amerikanische Demokratie in eine Diktatur„. „Totally cracked“, kann man da nur sagen! Dies zeugt entweder von einer Ahnungslosigkeit oder einer ideologischen Einseitigkeit, die die SPON-Berichterstattung über die USA auszeichnet. Sie können es immer noch nicht verwinden, auf die absolute korrupte Hillary Clinton gesetzt zu haben. Jetzt muss der Sieger eben dämonisiert und delegitimiert werden, um weiter auf der Seite der „Guten“ zu stehen. 

Ein angeblich wachsamer und sensibler Beobachter der politischen Szene schreibt über die USA Folgendes und offenbart damit seine ideologische Einseitigkeit. „Nach den ersten zwei Wochen seiner Amtszeit kann kein Zweifel bestehen: Donald Trump will aus den USA eine solche moderne Diktatur machen. Ein Prozess hat begonnen, der sehr schwer aufzuhalten sein wird.“ Wenn die Medien, die sich bisher von ihrer ideologischen Einseitigkeit nicht verabschiedet haben,  was auch für die Demokraten im US-Kongress auch zutrifft, und zu ihrem Versagen stehen, und zwar zur Verächtlichmachung der Mehrheit der US-Amerikaner, die zu Hillary Clintons „Deplorables“ gehören, wird sich nichts ändern. Warum hat Augstein niemals diese Verächtlichmachung der Mehrheit der US-Bürger durch diese korrupte Politikerin kritisiert? Denkt der Multimillionär vielleicht ähnlich verächtlich über Krethi und Plethi in den USA und Deutschland?

Die Legende, dass Trump durch russische Hacker an die Macht gekommen sei, ist einer Erfindung des Wahlkampfteams von Clinton und der Obama-Regierung. Die 17 Geheimdienste konnten bisher nicht einen wirklichen Beweis für dies Vermutung vorlegen. Weiß Augstein vielleicht mehr als sie oder kennt er die „russischen Hacker“?

Wäre es nicht einmal angebrachter, Kanzlerin Merkel für ihren servilen Umgang mit dem neoosmanischen Präsidialdiktator Erdogan zu kritisieren, als über eine US-amerikanische „Diktatur“ zu halluzinieren? Die USA waren bereits unter Bush und Obama ein Polizeistaat. Warum kritisiert Augstein nicht die politische Situation in Deutschland, wo es keine öffentliche Veranstaltung mehr gibt, die nicht von einem martialischen Polizeiaufgebot geschützt werden muss, dank Angela Merkels diversen Rechtsbrüchen? Warum kritisiert er nicht die Etablierung eines „Wahrheitsministeriums“ oder Anetta Kahnes Umtriebe als eine der Zensoren unter Oberaufsicht des „Zensurministers“ Heiko Maas, der als drapierter Justizminister daherkommt?

Die Deutschen sind nicht nur so genannter Exportweltmeister, sie sind auch Weltmeister im Besserwissen und Moralisieren, davon haben nicht nur die Europäer die Nase voll, sondern auch Trump. „Die Medien berichten immer seltener aufrichtig.“ Damit meint Augstein doch wohl auch seine eigene Zunft in der BRD, die zu einem Lautsprecher der Regierung verkommen ist und „fake news“ produzieren, indem sie selektiv, d. h. manipulativ berichten oder die geschönten Presseerklärungen der Regierung abschreiben. Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen auf die US-Medien werfen.

Bevor man andere Länder schulmeistert, und darin sind die Deutschen unschlagbar, sollte auch Augstein vor der eigenen Berliner Haustür kehren. Auch vor dem Kanzleramt liegen Berge von politischem Müll, die auf die journalistischen Müllmänner warten.

 

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