Außenminister Heiko Maas: Israels Antisemitismus-Beauftragter in Deutschland?

Potenzielle Kandidaten für den Job des „Antisemitismus-Beauftragten“. Eine kleine Auswahl

Deutschland hat endlich den Außenminister, den es nach seiner geistigen Verfassung verdient. Maas hat selbst noch Merkels Dummspruch getoppt, dass Israel zur deutschen Staatsräson gehöre. Er übernahm sein Amt von dem überaus erfolgreichen Vorgänger, Sigmar Gabriel, mit den Worten, dass er wegen Auschwitz und nicht wegen Willy Brandt in die SPD eingetreten sei. Dass Maas ein Opportunist und politischer Loser ist, ist allseits bekannt. So sollte dieses Eingeständnis niemanden überraschen. Wenigsten für seine „Karriere“ hat er vorgesorgt. Von Seiten der Israellobby wird ihm in Zukunft keine Gefahr mehr drohen, gleichgültig, was er auch anrichtet.

Er wird ein schlechter Außenminister aber ein exzellenter „Antisemitismus-Beauftragter“ Israels in Deutschland sein. Über diese politische Witzfigur wurde eine Debatte initiiert, als Demonstranten gegen die israelischen Verbrechen und die einseitige Anerkennung von Jerusalem als „Hauptstadt“ Israels in Berlin demonstrierten und eine selbstgemachte „Israelfahne“ verbrannten, woraufhin eine regelrechte Hysterie innerhalb der moralisch-medialen Kaste ausbrach und der Ruf nach einem „Antisemitismus-Beauftragten“ ausbrach.

Diese Schnapsidee wurde zuerst von der der „Süddeutschen Zeitung„, der so genannten Prantl-Prawda, ventiliert, benannt nach Heribert Prantl, dem Leiter der Meinungsseite dieser Zeitung. Wie konnte es anders sein, griff diese Idee sofort die heimliche Regentin Münchens, die Dauervorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, auf. Sie forderte einen „Antisemitismus-Beauftragten“ für jedes Bundesland. Wäre es nicht viel effektiver, wenn jeder Ort einen solchen „Antisemitismus-Beauftragten“ als Blogwart bekäme? 

Für diesen Job als „zionistischer Torquemada “ böten sich viele ausrangierte Politiker oder Journalisten an. An vorderster Front sei da Volker Beck, ehemaliger MdB der Grünen, zu nennen, der sich durch viele Denunziationsschreiben gegen so genannte Israelkritiker bereits einige Meriten erworben habe. Auch der ehemalige Israellobbyist und MdB Gert Weisskirchen (SPD) wäre geeignet. Auch die CDU hat einige altgediente Abgeordnete vorzuweisen, die sich als Israellobbyisten unrühmlich hervorgetan haben, wie zum Beispiel Johannes Gerster oder Jochen Feilke.

Am besten geeignet wären aber der „Hofjude“ Henryk M. Broder oder der zionistische Kampangenjournalist Benjamin Weinthal. Beide besitzen zwar keine besonderen Fachkenntnisse, sondern haben die größte Erfahrung in der Denunziation von sogenannten Israelkritikern. Aber auch der Chef der Bundeszentrale für politische Bildung (BPB), Thomas Krüger, wäre aufgrund seiner Charakterlosigkeit bestens für den Job geeignet.

2008 war Broder schon einmal zu einer Anhörung des Innenausschusses des Deutschen Bundestags über „Antisemitismus“ geladen, entlarvte da in seiner Geschwätzigkeit den eigentlichen Hintergrund dieser inszenierten Show:  Broder meinte man solle die Beschäftigung mit dem guten alten Antisemitismus à la Horst Mahler den Archäologen, den Antiquaren und den Historikern überlassen und sich lieber um den modernen Antisemitismus im Kostüm des Antizionismus und um dessen Repräsentanten kümmern.

Maas hatte bei seinem Israel Besuch keine Geringe als Knobloch in seinem Schlepptau. Sie machte mit ihm in Yad Vashem die Honneurs, düste aber am folgenden Tag wieder nach München zurück. Hat die Bundesregierung diesen separaten Rückflug auch bezahlt? Ein anderes Apercu dieser Pilgerreise des „Auschwitz-Ministers“ bestand im Journalistentross, der ausschließlich aus Journalisten der Springer-Presse und Israel-affinen Schreiberlingen bestand. Die israelische Presse nahm von dieser Reise kaum Notiz, obgleich Maas vom Staatspräsidenten Reuven Rivlin und Ministerpräsident Benjamin Netanyahu mit Lob überschüttet worden ist, was bei einem „Auschwitz-Minister“ nicht überraschen sollte.

Maas nennt auch die Israelische Justizminister eine Freundin und hat mit ihre bei einem Treffen in Berlin ein Papier über die Zusammenarbeit im Rechtsbereich unterzeichnet, wohlwissend, dass ist Israel kein Rechtstaat, sondern ein ethnozentrischer, also ein rassistischer Staat ist, der alle nichtjüdischen Bürger diskriminiert. Auch fand Maas nichts anrüchiges dabei, das Justizminister Shaked geäußert hat, dass man arabische Frauen töten solle, damit sie keine „Schlangen“ mehr gebären könnten. Auch war Maas für das Meinungsfreiheitsbekämpfungsgesetz verantwortlich, das den bürokratisch-holprigen Namen eines „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ trägt und großflächige Zensur der sozialen Medien „legalisiert“.

Maas war ursprünglich als einer von zahlreichen Rednern auf einer Veranstaltung über den Kampf gegen globalen Antisemitismus vom 19. bis 21 März in Jerusalem angekündigt, scheint aber abgesagt zu haben, da er auf der aktualisierten Rednerliste nicht mehr auftaucht. Über das vorösterliche Massaker der Besatzungsmacht an der Grenze zum Gaza-Streifen ließ sich der Außenminister nicht vernehmen. Dafür hat Maas kräftig auf die Pauke gehauen, was angeblichen Judenhass in Deutschland betrifft. Aber vielleicht verwechselt der Außenminister-Darsteller „Judenhass“ mit Kritik an Israels brutaler Unterdrückungspolitik eines anderen Volkes.

Treffend hat Broder Maas karikiert, aber auch viel Tiefschürfendes über sich selber preisgegeben. „Ich bin sehr gründlich und tiefgehend oberflächlich.“ Auch trifft es zu, dass man für ein Ministeramt keinerlei Kenntnisse mitbringen muss, folgerichtig wäre Broder der geborene „Antisemitismus-Beauftragte“. Heiko Maas sei ein Debakel als Außenminister. Sein Englisch sei grauenhaft, aber vielleicht spricht Maas ja radebrechend Hebräisch und könnte es somit mit Broder vielleicht aufnehmen. Neben dem „Stahlhelm-Deutschen“ könnte jetzt der „Heiko-Maas-Deutsche“ stehen. Er strahle eine schmalbrüstige Eitelkeit aus. Warum hat Broder nicht bei seiner Suade über Maas dessen Ausspruch über „Auschwitz“ als Grund seines Eintritts in die SPD aufgespießt?

Wie von US-Regierungsseite so wird es auch deutscher Seite in Zukunft keinerlei Kritik mehr an Israels politischem Verhalten geben, wie das jüngste Massaker an der wehrlosen Bevölkerung des Gaza-Streifens bereits gezeigt hat. Mit den beiden Top Israel-Lobbyisten, Merkel und Maas, hat Netanyahu jetzt auch die führende europäische Macht in seiner Tasche. Im Augenblick arbeite die zionistische Israellobby in Großbritannien daran, den Vorsitzenden der Labour-Partei, Jeremy Corbyn, von der Macht zu verdrängen, indem sie ihm „Antisemitismus“, die Allzweckwaffe, der Zionisten, vorwirft. Den legendären Londoner Bürgermeister Ken Livingston hatte sie vorher schon politisch zur Strecke gebracht. Auch der deutschen politischen Klasse sollte dies als Mahnung gereichen.

Wie es scheint, kommen all die potenziellen Kandidaten für den Job nicht zum Zuge. Auserwählt scheint Felix Klein zu sein, der in Zukunft den „zionistischen Torquemada“ spielen soll. Mit dieser Figur geht Deutschland schweren Zeiten entgegen. In Zukunft sollen sich Politker von dem Antisemitismus-Beauftragten beraten lassen, wenn sie ins Auslandreisen oder Reden halten wollen. Wie grotesk diese ganze Sache werden kann, zeigt der Hinweis Kleins, das Begriffe wie „Aggressor-Staat“ oder „Apartheid-Staat“ für Israel in Zukunft als antisemitisch deklariert werden sollen, obwohl beide Begriffe die Realität in Israel mehr als treffend beschreiben. Was ist falsch daran, Israel einen „Besasatzer-Staat“ zu nennen? Übt das Land nicht seit über 50 Jahre eine brutale Besatzung über ein anderes Volk aus? Vielleicht kann Klein ja in Zukunft Pilgerreisen von muslimischen Flüchtlingen nach Auschwitz anführen, die er für politisch sinnvoll erachtet.

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