Donald Trump’s „Deal of the Century“ is the „Joke of the Century“

Mahmoud Abbas darf das Trump-Netanyahu-Diktat niemals akzeptieren!

Nachdem sich die Palästinenser bereits mit den Oslo-Abkommen an der Nase haben herumführen lassen und in die Falle Israels getappt sind, soll ihnen jetzt mit dem sogenannten Jahrhundert-Abkommen der Todesstoß versetzt werden. Dieses Abkommen bedarf keiner Interpretation, die sich für die Palästinenser „positiv“ auswirken könnte. Jeder Satz ist vergiftet.

Diesem US-amerikanisch-zionistischem Diktat kann nur mit einem koordinierten Widerstand aller Palästinenser begegnet werden. Die Profiteure der Oslo-Verträge, Mahmoud Abbas und seine korrupte Clique, müssen abtreten, die sogenannte Palästinensische Autorität muss  aufgelöst und Israel die alleinige Verantwortung für die Besatzung Palästinas wieder zurückübertragen werden.

Die Oslo-Verträge waren nichts anderes als eine in eine pseudo-legale Rhetorik gekleidete Scheinselbständigkeit, die als Alibi für den Westen gedient hat, um Israels fortdauerende Besatzung und den illegalen Landraub zu bemänteln. Sollten jetzt weitere vier Jahre Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern stattfinden, wird es nach dieser Zeit kein Palästina mehr geben. Es werden Ghettos entstehen, in denen die Palästinenser wie Gefangene gehalten werden, wie es seit Jahren bereits im Gaza-Streifen geschieht.

Dieses „Jahrhundertabkommen“ dient ausschließlich Israel und ist gegen den Iran gerichtet. Die Palästinenser sollen in den Kampf gegen Iran, der zu Unrecht des Terrors verdächtigt wird, eingespannt werden. Israel will den Iran durch die USA zerstören lassen, um freie Bahn für die hegemoniale Kontrolle von Zentralasien bis nach Marokko zu erhalten. Deshalb ist es unabdinglich, dass die „Achse des Widerstandes“ gegen den US-Imperialismus und die zionistische Hegemonie gestärkt wird und die USA aus Irak und Afghanistan vertrieben wird.

Mit diesem Abkommen wird es den Palästinensern noch schlechter gehen als bisher schon. Unter dem Oslo-Abkommen sollte der Gaza-Streifen zum „Singapur des Nahen Ostens“ werden. Da Israel die absolute Kontrolle über das Gebiet behielt, wurde es zum größten Ghetto des Nahen Ostens und zu einem Freiluftgefängnis par excellence.

Der jetzt vorgesehene sogenannte Palästinensische Staat wird noch nicht einmal ein Bantustan à la Südafrika sein, sondern wird eher einem Elendsviertel eines Großstadt-Ghettos gleichen. In diesen Ghettos, die man mit Mauern umfrieden wird, können die Palästinenser ihre eigene Müllabfuhr oder den Kauf des Toilettenpapiers selber regeln. Wenn sie dagegen aufbegehren, werden sie von den „Israeli Terrorist Forces“ (ITF) bombardiert oder erschossen, wie es im Gaza-Streifen Tag ein, Tag aus geschieht.

Dieser Witz oder Farce des Jahrhunderts wurde in Jerusalem gebraut, und zwar zwischen Benjamin Netanyahu und seiner rechtsextremistischen Regierung und den US-amerikanischen extremistischen Zionisten wie Jared Kushner, David Friedman und Jason Greenblatt und den evangelikalen Pseudochristen Mike Pence und Mike Pompeo. Dass an diesem Diktat kein palästinensischer Vertreter eingeladen war, sollte niemanden überraschen.

Die Rolle, welche die arabischen Staaten, insbesondere der Golf Kooperationsrat, Saudi-Arabien, Ägypten und Jordanien gespielt haben, ist mehr als verachtenswert. Sie sind den Palästinensern in den Rücken gefallen und pflegen schon seit Jahren verdeckte Beziehungen zu Israel. Weder ihren Worten noch ihren Taten ist zu trauen.

Die Palästinenser sollten ihre Hoffnungen nicht auf die Europäische Union setzen, nicht zu sprechen von Deutschland, das als Interessenvertreter Israels in der EU gilt. Außer nutzloser Rhetorik hat dieses undemokratische und politisch-impotente Bündnis nichts Konkretes zu bieten. Die Zeit seit der Unterzeichnung des Oslo-Abkommens liefert dafür das beste Beispiel.

Wer dieser Farce auch nur etwas Positives abgewinnen will, betreibt das Spiel des US-Imperialismus und des zionistischen Hegemonie-Strebens. Die Antwort auf diese Diktat kann nur Widerstand in jeglicher Form sein. Die Schurkenstaaten, Israel, die USA und Saudi-Arabien dürfen nicht die Oberhand gewinnen und die Geschicke des Nahen und Mittleren Ostens in Zukunft bestimmen, weil sie die wirklichen Terroristen sind.   

Übrigens, ihre Berufsoptimisten oder „Friedensfreude“, denkt an „Oslo“. Trumps Deal ist tausendfach schlechter!

Und hier das ganze Dokument der Unterwerfung.

2 Gedanken zu „Donald Trump’s „Deal of the Century“ is the „Joke of the Century“

  1. Wolfgang Behr

    Das beschämende ist, dass Bundespräsident Steinmeier den kürzlich zu Besuch in Berlin weilenden israelischen Staatspräsidenten Rivlin, der sich stets gegen einen Palästinenser-Staat aussprach, seinen „Freund“ nannte und ganz im Sinne der merkelschen Staatsraison betonte, „dass Deutschland fest an der Seite Israels stehe“ und Israelkritik mit der Behauptung: „wenn unter dem Deckmantel angeblicher Kritik an israelischer Politik kruder Antisemitismus hervorbricht“, abzuwürgen.
    Das Gift des Zionismus hat sich offensichtlich in den Gehirnen deutscher Politiker festgesetzt, „das Böse“ also, was Steinmeier so gerne „unten“, sprich bei der AfD verorten möchte,die Faschisierung weiter Teile der Bevölkerung vollzieht sich eben nicht nur dort sondern auch bei den Machteliten. Gemäss Hermes: „Unten wie oben“. Aus der Geschichte hat Deutschland wieder einmal nichts gelernt.

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  2. Hermann Dierkes

    Sehr gut, lieber Ludwig Watzal!
    Mit dem pompös vorgetragenen Trump-Netanjahu-Vorstoss (an dessen Realisierungsmöglichkeit sie mit Sicherheit selber nicht glauben, so absurd, unverschämt und rechtswidrig ist er) hat die Missachtung der grundlegenden Rechte der Palästinenser und des internationalen Rechts einen neuen Höhepunkt und die politische Moral einen neuen Tiefpunkt erreicht. Er ist gleichzeitig eine absolute Rechtfertigung der zivilgesellschaftlichen Kampagne der Palästinenser – BDS – und ihren weltweiten Unterstuetzer. Der Bundestag – einschliesslich der LINKEN – muesste eigentlich vor Scham im Boden versinken, nachdem sie diese Kampagne – das heute wirkungsvollste Instrument der Palästinenser – im Mai letzten Jahres verurteilt und als „antisemitisch“ abqualifiziert haben. Mit dem Trump-Netanjahu-(End-)lösungsplan ist wieder einmal das eingetreten, was die Solidaritätsbewegung seit Jahren befuerchtet und krisitisiert hat: Wer dem kolonialen Apartheid-Israel und seinem ungebrochenen Expansionsstreben nicht energisch entgegentritt, sondern wie die bisherigen Bundesregierungen immer wieder schönredet und im Namen eines pervertierten Holocaust-Gedenkens unterstuetzt, Unrecht nicht Unrecht nennt, die Kritik an einer kolonialen und rassistischen Staatsdoktrin nicht von Antisemitismus unterscheiden kann (und will), der leistet solchen unheilvollen Entwicklungen Vorschub, der macht sich nolens volens zum Komplizen bei neuem schweren Unrecht. Unser Platz ist an der Seite der Palästinenser und der politischen Minderheit in Israel, die die Untaten des derzeitigen Establishments bekämpft und fuer einen gerechten Frieden eintritt.

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