Archiv des Autors: Ludwig Watzal

Über Ludwig Watzal

Studium der Politischen Wissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin (Dipl. Pol.); der Internationalen Beziehungen an der University of Pennsylvania in Philadelphia (M.A.); der Philosophie an der Hochschule für Philosophie S. J. in München (M.A.); und der Katholischen Theologie in Würzburg; Wiss. Mitarbeiter für Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen an der Universität der Bundeswehr in München; Promotion zum Dr. phil. ebenda; 1986 – 2016 Mitarbeiter der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) in Bonn; 1986 – 2008 Redakteur der Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“, der Beilage zur Wochenzeitung „Das Parlament“. Auf Druck der jüdisch-zionistischen Lobby und ihrer deutschen Helfershelfer, die eine regelrechte Hetz- und Verleumdungskampagne initiiert haben, straf“umgesetzt“ in den FB Förderung; nach zwei Jahren Wechsel in den FB Extremismus. 2000 – 2006 Lehrauftrag in Politikwissenschaft am Seminar für Politische Wissenschaften der Universität Bonn; Zur Zeit Redakteur und freier Journalist; Publikationen für einige englischsprachige Websites in den USA, Kanada, Australien und dem Fernen Osten.

Ist Netanyahus Sohn ein „Antisemit“?

An interesting cartoon. Screenshot from Facebook.

Hat Israel ein Antisemitismus-Problem? Diese Frage stellt sich umso dringlicher, als Yair Netanyahu, der Sohn des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu, eine Karikatur auf seiner Facebook-Seite gepostet hat, die den Multi-Milliardär George Soros als Verschwörer gegen seine Familie zeigt.

Dieses Collage erfüllt alle Kriterien einer antisemitischen Karikatur, wie sie die Nazis nicht besser hätten machen können. Die Karikatur entzaubert George Soros als die „dunkle Macht“, die die eigentlichen Fäden im Hintergrund zieht. Diese Insinuation Yair Netanyahus ist jedoch nicht aus der Luft gegriffen. Es halten sich hartnäckig  Gerüchte, dass Soros mit seiner „Open Society“ hinter der organisierten Masseneinwanderung nach Europa, insbesondere nach Deutschland steckt. Auch vermutet man, dass er die organisierte Fluchtbewegung über das Mittelmeer finanziell unterstützt. Europa und Deutschland sollen destabilisiert werden.

Deutschland hat seine leidvollen Erfahrungen mit dem Antisemitismus gemacht. Demzufolge hat es seismographische Fähigkeiten entwickelt,  die sofort ausschlagen, wenn es den leisesten Verdacht auf „Antisemitismus“ gibt. Bei dieser Fähigkeit kommt ihm ein zionistische-extremistischer Journalist, namens Benjamin Weinthal, zur Hilfe, der die Aufdeckung von „Antisemitismus“ in Deutschland zu seinem Beruf gemacht hat. Er stützt sich dabei auf ein eingespieltes Netzwerk von zionistischen Helfershelfern (Sayanim) und deutschen Kollaborateuren. Vielleicht verlagert er ab sofort sein Betätigungsfeld nach Israel, um dort auf Antisemiten-Jagd zu gehen. Wie es scheint, hat Israel seine Erfahrung bitter nötig.

Deutschland kann Israel bei der Bewältigung seines Antisemitismus-Problems weitere nützliche Dienste leisten, indem es ihm personell unter die Arme greift. Als Antisemitismus-Jäger und Denunziant von so genannten Israelkritikern oder BDS-Befürwortern könnte Volker Beck (Die Grünen) hervorragende Dienste leisten. Er scheidet Gott sei Dank aus dem Deutschen Bundestag aus und ist für Israel sofort greifbar. Die unmittelbare Anschlussverwendung wäre für Beck optimal. Auch für Israel wäre er ein Gewinn, da es dort noch zu viele „Israelkritiker“ und BDS-Befürworter gibt. Israel bietet für Beck und Weinthal also die optimale Spielwiese.

P.S. Herr Ministerpräsident, wollen Sie Ihren Sohn dafür bestrafen, die Wahrheit gesagt zu haben?

Englische Fassung.

Is Netanyahu’s Son an „anti-Semite“?

An interesting cartoon. Screenshot from Facebook.

Has Israel an anti-Semitism problem? This question is all the more urgent when Yair Netanyahu, the son of the Israeli Prime Minister, Benjamin Netanyahu, has posted a caricature on his Facebook account that shows the billionaire George Soros as a conspirator against his family.

This collage fulfills all the criteria of an anti-Semitic cartoon that the Nazis could not have done better. The caricature bewitches George Soros as the „dark power“ that pulls strings in the background. However, this insinuation of Yair Netanyahu is not out of thin air. There are constant rumors in the air that Soros is behind the organized mass immigration with his „Open Society“ to Europe, especially to Germany. Further rumors circulate that he is financially supportive of the organized wave of refugees across the Mediterranean. His intent might be to destabilize  Europe and Germany.

Germany has made its painful experiences with anti-Semitism. As a result, it has developed seismographic abilities, which immediately deflect if there is the slightest suspicion of „anti-Semitism.“ With this ability, a Zionist-extremist journalist, named Benjamin Weinthal, comes to its aid. Weinthal has made the discovery of „anti-Semitism“ in Germany his fad. He makes recourse to a well-established network of Zionist supporters (Sayanim) and German collaborators. He may now move his field of activity to Israel to go on anti-Semite hunts. It seems that Israel is in dire need of his experience.

Germany can provide Israel with further useful services by addressing its anti-Semitism problem by providing him with the necessary personnel. As an anti-Semite hunter and denouncer of so-called Israel critics or BDS supporters, Volker Beck (The Greens) could do an excellent job. He is leaving the German Bundestag thanks to God and is immediately accessible to Israel. The next assignment would be optimal for Beck. For Israel, too, he would be a profit because there are too many „Israel critics“ and BDS supporters there. For Beck and Weinthal, Israel offers the best playground.

P.S. Dear Mr. Prime minister, are you going to punish your son telling the truth?

German Version.

Deutsche Politiker unter der Knute der Zionistischen Israellobby

Jüngstes Beispiel dieser politischen Rückgratlosigkeit und des bewussten Wegschauens ist der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller. Ein denunziatorischer Artikel des berühmt-berüchtigten Kampangenjournalisten Benjamin Weinthal, der für die rechtsnationalistische Zeitung „Jerusalem Post“ in Deutschland auf Antisemiten-Jagd geht, hat insinuiert, dass Müller unter die berühmtesten zehn „Antisemiten“ auf der Welt vom „Simon-Wiesenthal-Zentrum“ (SWC) in Los Angeles eingereiht werden könnte. Die Bedingungen, unter denen man dies eventuell vermeiden könnte, wurden in diesem denunziatorischen Artikel gleich genannt.

Das SWC in Los Angeles hat nichts, aber auch gar nichts mit dem ehemaligen Nazi-Jäger Simon Wiesenthal gemein, außer den Namen, den die rechte zionistische Propaganda-Organisation gekauft hat. Dieser Hasbara-Organisation geht es um die Verfolgung und Verleumdung vermeintlicher Antisemiten, die von Denunzianten in verschiedenen Ländern nach L. A. gemeldet werden. Der zionistische Hetzer Weinthal, der sich selber gerne als  Stimme aus Israel darstellt, scheint enge Kontakte zu Efraim Zufroff, einem Siedler, der in völkerrechtswidrigen Siedlung Efrat lebt, zu pflegen, der oft in seinen Artikeln zitiert wird. Seine Artikel weisen immer das gleiche Muster auf. Er ruft fast immer die gleichen rechtsradikalen Zionisten an, die ihm dann den „Antisemitismus“ des Gejagten bestätigen oder dessen Namen verunglimpfen. Hier eine kleine Sammlung Weinthalscher Denunziationsartikel.

Anfänglich konnte man den Eindruck gewinnen, Müller handele souverän und lasse diese denunziatorische Attacke an sich abperlen, weil nichts, aber auch gar nichts an den Vorwürfen dran ist. Weit gefehlt! Es scheint in Deutschland fast keinen Politiker zu geben, der den Mut und das Rückgrat besitzt, um gegen Verleumdungen der zionistischen Israellobby und dem Wink mit der Antisemitismus-Keule zu bestehen. Menschen, die es scheinbar hatten, wählten letztendlich den „Freitod“.  Weiterlesen

Israels Justizministerin Shaked entlarvt das wahre Gesicht des Zionismus

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm!

So, jetzt ist es endlich raus! Der Zionismus steht nicht nur zu den Menschenrechten im Widerspruch, sondern auch zur universellen Gerechtigkeit. Zionismus steht über allem. Niemand geringerer als die israelische Justizministerin Ayelet Shaked sagte das auf einer Konferenz, die von der Israeli Bar Association in Tel Aviv organisiert war. Gideon Levy, Journalist bei Haaretz, nennt sie „Israels Ministerin der Wahrheit„. Die oberste Riege des rechtsgerichteten Zionismus verleugnet die Menschenrechte.

Shaked und ihresgleichen haben sich sehr kritisch gegenüber dem Obersten Gerichtshof Israels verhalten. In ihrer Rede kritisierte sie den Gerichtshof, weil er dem Zionismus und der jüdischen Mehrheit im Land nicht genug Aufmerksamkeit gegeben hätte. Der Zionismus und die Herausforderungen, vor die das Land gestellt ist, sind ein blinder Fleck geworden, der im Vergleich zu individuellen Rechten nicht ins Gewicht fällt. Nach ihr sollte die Demografie und die jüdische Mehrheit mehr Aufmerksamkeit erfahren. Vielleicht sollten die israelischen Gerichte dem Beispiel Saudi Arabiens und der Türkei folgen.

„Der Zionismus darf sich nicht, und ich sage hier, er wird sich nicht weiterhin dem System der individuellen Rechte unterwerfen, das in einer universellen Weise interpretiert wird, die sie von der Geschichte der Knesset und der Geschichte der Gesetzgebung trennt, die wir alle kennen“, sagte Shaked. Die Regierung von Netanyahu treibt den umstittenen „nation-state-bill“ voran, der festlegen wird, dass Israel das „nationale Heim des jüdischen Volkes“ ist, und nur sie können das Recht auf Selbstbestimmung im Staat verwirklichen.  Weiterlesen

Israel’s Justice Minister Shaked Exposes the True Face of Zionism

Israel’s Justice Minister speaks the truth about Zionism!

There, said it! Zionism contradicts not only human rights but also universal justice. Zionism is above all. No less than the Israeli Minister of Justice Ayelet Shaked said this at a conference organized by the Israeli Bar Association in Tel Aviv. Haaretz journalist Gideon Levy calls her „Israel’s Minister of Truth.“ The top echelons of right-wing Zionism negate human rights.

Shaked and their ilk have been very critical of Israel’s High Court of Justice. In her speech, she criticized the court for giving insufficient attention to Zionism and the country’s Jewish majority. Zionism and the challenges the country is facing have become a blind spot, which carries no certain weight in comparison to individual rights. According to her, demography and the Jewish majority should be taken more into consideration. Perhaps the Israeli courts should follow Saudi Arabia’s or Turkey’s examples.

„Zionism should not continue, and I say here, it will not continue to bow down to the system of individual rights interpreted in a universal way that divorces them from the history of the Knesset and the history of legislation that we all know,“ Shaked said. The Netanyahu government pushes the controversial „nation-state bill“ that will determine that Israel is the „national home of the Jewish people“ and only they can realize the right to self-determination in the state. Shaked considers national and Zionist values as an „absolute truth.“  Weiterlesen

Droht dem Berliner Regierenden Michael Müller eine Auszeichnung als „Antisemit“?

Man kann es kaum glauben, was Benjamin Weinthal und Konsorten alles einfällt, um Menschen zu diskreditieren, die es gewagt haben, eine Demonstration zum Al-Quds-Tag in Berlin zuzulassen oder die BDS-Bewegung, die sich gegen Israels brutales und rassistisches Besatzungsregime mit Boykott-Aufrufen gegen Waren aus den illegalen Siedlungen zu Wehr setzt, nicht zu kritisieren. Man kann dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, zu seiner Zivilcourage und zur möglichen „Auszeichnung“ nur gratulieren.

Dass Weinthals Schmierenkomödien in der rechtsgerichteten „Jerusalem Post“ überhaupt einer Erwähnung wert sind, zeigt, dass selbst Journalisten auf seine Tricks immer wieder hereinfallen. Weinthals „journalistische Leistung“ ist das Konstruieren von „Antisemiten“. Jeder, der von gesellschaftlicher Relevanz sein könnte und von ihm und seinen Hintermännern als eine „Gefahr“ für Israel eingeschätzt wird, muss öffentlich „hingerichtet“ werden.   Weiterlesen

Zionismus: Der wirkliche Feind der Juden

Zwei von drei Bänden von Alan Harts Trilogie über Zionismus sind ab sofort in deutscher Sprache im Zambon Verlag in Frankfurt erhältlich. Der dritte Band ist in Vorbereitung. Giuseppe Zambon, der Verleger, verdient Dank für diese ungeheure Leistung und den Mut, den andere Verleger in Deutschland vermissen lassen, wenn es um Israel und sein brutales und rassistisches Besatzungsregime geht.

Zionism; The Real Enemy of the Jews

Two out of three volumes of Alan Hart’s trilogy on Zionism have been published in German by Zambon Publisher in Frankfurt. The third volume is in the pipeline. Giuseppe Zambon, the publisher, deserves great thanks for this tremendous achievement and courage, which other publishers in German lack when it comes to Israel and its brutal and racist occupation regime.

Review.

On the „new“ Middle East Policy of the Trump Administration

Trumps „neue“ Nahostpolitik!

Kein US-Präsident hat in so kurzer Zeit für so viel Chaos und Irritationen nicht nur in den USA, sondern auch in den internationalen Beziehungen gesorgt wie Donald J. Trump. Bei aller Kritik an Trump darf man ihm zugutehalten, dass Europa ein neues Feindbild hat. Ein anderer positiver Nebeneffekt, den die Trump-Hysterie ausgelöst hat, ist der Niedergang der Populisten, insbesondere in Frankreich, Großbritannien und in Deutschland.

Dass die amerikanischen und europäischen Medien eine beispiellose Dämonisierung von Trump betreiben, hat viel mit der unerwarteten Wahlniederlage von Hillary Clinton zu tun. Die mediale Klasse hatte sich eine Welt zurechtgelegt, die mit der US-Wirklichkeit wenig zu tun hatte. Vor den Machenschaften der Clintons wurden die Augen verschlossen, obwohl ihre Skandale himmelschreiend sind. Ein möglicher Vorwahlsieg von Bernie Sanders, Clintons Gegenkandidat, wurde von der Demokratischen Parteiführung regelrecht „gestohlen“. Neben ihrer absoluten Unglaubwürdigkeit kam ihre Geringschätzung für die einfachen Leute in dem Begriff der „deplorables“ (die Bedauernswerten) zum Ausdruck. New York City und Los Angeles repräsentieren eben nicht die gesamte USA.  Weiterlesen

The Mumbai Attack; The Betrayal of India

Perhaps the FBI needs guys like Elias Davidsson to solve the circumstances of the 9/11 attacks. Could he have been successful within such an organization? Usually, the FBI investigators can only go so far as their superiors want them to go. That’s why a highly qualified researcher such as Davidsson would have gone nowhere within the FBI.

In the 9/11 community, Davidsson is no blank sheet. He has published books on 9/11 and the follow-up terrorist attacks that set the world on fire. „Hijacking America’s Mind on 9/11″, followed by „Psychological Warfare and Social Denial: The Legend of 9/11 and the Fiction of Terrorism“ (Psychologische Kriegsführung und Gesellschaftliche Leugnung: Die Legende des 9/11 und die Fiktion der Terrorbedrohung) presented a different narrative. An English translation of a condensed version would be very informative and highly useful for the English speaking public.  Weiterlesen

Präsident Abbas: Der kleine Diktator von Trumps und Netanyahus Gnaden

Ist Präsident Abbas ein Erfüllungsgehilfe der USA und Israels?

Das Regime von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas wird zunehmend repressiver. Es wird somit den arabischen Despotien immer ähnlicher. Obgleich es in Palästina eine demokratisch-lebendige und aktive Zivilgesellschaft gibt, die Ihresgleichen im ganzen Nahen und Mittleren Osten sucht, werden deren Spielräume zunehmend eingeschränkt.

Bot sich nach der Rückkehr von Yassir Arafat nach Palästina im Jahr 1994 der Aufbau einer wirklichen Demokratie als Gegenentwurf zur jüdischen Demokratie in Israel geradezu an, so wurde dieses Experiment nicht nur durch die Repression Israels auf die Palästinensische Autonomiebehörde (PNA), sondern auch durch die autokratischen Anwandlungen Arafats und Abbas zunichte gemacht.

Nach dem noch immer ungeklärten Tod Arafats in 2004 fanden die letzten Wahlen am 15. Januar 2005 statt, in denen Abbas zum Präsidenten der PNA gewählt worden ist. Seit November 2008 firmiert er als Präsident Palästinas. Die letzten freien Parlamentswahlen gab am 2. Januar 2006, in denen die Befreiungsbewegung Hamas mit 74 Parlamentssitzen die absolute Mehrheit errang. Die daraufhin gebildete erste demokratische frei gewählte Regierung wurde auf Anweisung der USA und Israels von Abbas abgesetzt, und den Hamas-Abgeordneten wurde die Ausreise aus dem Gaza-Gefängnis verweigert. Israel und der Westen bekamen die Regierung, die ihre Wünsche erfüllte.  Weiterlesen